Jeder Henne einen Hahn

Bruderhahn-Aufzucht

In der Gesell­schaft hat ein Um­denken ein­gesetzt. Wir ver­zeichnen eine steigende Nach­frage nach Bio-Eiern und auch ein fairer, art­gerechter Um­gang mit den Tieren liegt unseren Kunden sehr am Herzen. Dieser Ent­wicklung tragen wir beim Muster­geflügelhof Leonhard HÄDE seit ge­raumer Zeit Rechnung. So haben wir im Rahmen des Projekts Zweinutzungs­huhn bereits 2017 mit der Bruderhahn-Aufzucht be­gonnen.

Nun gehen wir den nächsten Schritt und werden künftig 100 % unserer Bruder­hähne selber auf­ziehen. Eben­so wie bei den Lege­hennen ver­pflichten wir uns den Naturland-Richtlinien. Da­mit handeln wir weit über die wirtschaft­lichen Aspekte hinaus und stellen die Weichen für einen ethisch ver­tretbaren Um­gang mit den Bruder­küken.

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Tierwohl

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Für und Wider

Lege­hennen sind so ge­züchtet, dass sie möglichst viele Eier legen. In der Folge setzen sie und ihre männlichen Geschwister langsam und nur wenig Fleisch an. Im Ver­gleich zu einem Mast­hähnchen leben die Bruder­hähne der Legehennen-Rassen da­her bis zu vier­mal länger. Aus wirtschaft­lichen Gründen werden sie früh­zeitig aus­sortiert und zu Tier­futter ver­arbeitet.

Welche Alternativen gibt es?

Eine Möglich­keit ist die technische Bestimmung des Geschlechts der Tiere im Ei. Dieses Ver­fahren ist je­doch erst zu einem Zeit­punkt möglich, zu dem der Embryo bereits ein Schmerz­empfinden ent­wickelt hat.

Die aus tier­ethischer Sicht bessere Alternative ist also die Auf­zucht der Bruder­hähne. Sie be­deutet für Land­wirte aller­dings einen größeren Auf­wand und er­höhten Futter­bedarf. In der Folge ent­stehen Mehr­kosten bei der Auf­zucht, während der Er­trag geringer aus­fällt. Aller­dings führt die längere Aufzucht­dauer in Kombination mit Bewegung und Grün­auslauf auch zu einer deut­lich ge­steigerten Fleisch­qualität.

Was uns wichtig ist

Als Produzenten und Konsumenten müssen wir zwischen finanziellen und tier­ethischen Aspekten ab­wägen. Sind wir bereit, für ein besseres Produkt Mehr­aufwand in Kauf bzw. mehr Geld in die Hand zu nehmen? Für uns ist die Sache klar: Nicht die maximale Aus­beute, sondern das Wohl der Tiere und die Qualität unserer Produkte stehen im Vorder­grund. Wo­für ent­scheiden Sie sich?

Aufzucht nach Naturland-Richtlinien

Bereits jetzt haben wir den Groß­teil unserer Herden und die unserer Partner auf das System Bruder­hahn um­gestellt. Die Tiere werden zur Zeit aller­dings noch von spezialisierten Aufzucht­betrieben groß­gezogen. Da unser er­klärtes Ziel die eigene Auf­zucht aller Bruder­hähne ist, haben wir mit der schritt­weisen Um­stellung unserer Ställe be­gonnen. Bis Ostern 2022 werden wir die eigene Bruderhahn-Mast voll­ständig etablieren.

Während die EU-Bio-Richtlinien der­zeit keine aus­drücklichen Vor­gaben zur Bruderhahn-Aufzucht machen, haben wir uns den wesentlich strengeren Naturland-Richtlinien ver­pflichtet. Ihnen zu­folge genießen die Bruder­hähne eben­so wie ihre weiblichen Geschwister bestes regionales Bio-Futter, viel Aus­lauf und alle Möglichkeiten zum Aus­üben ihrer natürlichen Verhaltens­weisen. Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie hier.

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